Psychotherapie EMDR
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Psychotherapie EMDR

Katrin Färber • 26. November 2019

Die Abkürzung EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was auf Deutsch Desensibilisierung und Wiederaufarbeitung durch Augenbewegung heißt. Welche eine, durch zahlreiche belegte Studien, international anerkannte Psychotherapiemethode mit Ursprung in der Psychotraumatherapie ist. Sie wurde getestet und entwickelt für eine effiziente Verarbeitung von schwer traumatischen Erlebnissen. Mittlerweile reichen die Anwendungsmöglichkeiten jedoch weit darüber hinaus. Sehr oft und gerne wird diese Art der Psychotherapie auch bei Angststörungen, verschiedenen Phobien, Süchten, Schmerzzuständen und Depressionen eingesetzt. Sogar im Coaching findet diese Behandlungsmethode Anklang.

Erfunden wurde die Therapiemethode von der amerikanischen Psychologin Dr. Francine Shapiro Ende der 80er Jahre. Sie selbst war an Krebs erkrankt und fand heraus, dass bei ständigem hin- und herbewegen der Augen, während sich die Gedanken um etwas Belastendes drehen, die Angst darüber abnimmt und Erleichterung eintritt.

Wirkung der beliebten Augenbewegungstherapie

Der Klient wird hierfür aufgefordert, mit den Augen, den Fingern des Therapeuten zu folgen. Das Ziel dabei ist die Kommunikation beider Gehirnhälften anzuregen. Während der Klient mit seinen Augen den Bewegungen folgt, konzentriert er sich auf sein traumatisches Erlebnis. Durch die geteilte Konzentration auf das innere Erleben und den äußeren Reiz wird der Klient in der Gegenwart gehalten und es wird verhindert, dass er wieder in sein Trauma hineingezogen wird. So kann sich die betroffene Person auf ihren inneren Prozess einlassen, ohne von bedrückenden Emotionen überschwemmt zu werden. Unter diesen Bedingungen der geteilten Aufmerksamkeit kann eine spontane Selbstheilung des Gehirns angeregt werden.

Das Ziel der Traumatherapie

  1. Behandlungsplanung & Traumaanamnese (Vorgeschichte der traumatischen Situation)
  2. Vorbereitung und Stabilisierung
  3. Einschätzung/Bewertung vor dem Prozess
  4. Desensibilisierung und Wiederaufarbeitung (der eigentliche Prozess)
  5. Verankerung
  6. Körpertest
  7. Abschluss
  8. Überprüfung und Bewertung

In einer erfolgreichen Psychotherapie wird die Bedeutung schmerzhafter Ereignisse auf emotionaler Ebene verändert. Zum Beispiel verlagert sich ein Opfer eines Verbrechens von einem Gefühl der Angst und Selbstverachtung zu der festen Überzeugung: „Ich habe es überlebt und bin stark“.

Die Behandlung sollte natürlich nur von einer professionellen Hand geführt werden, weshalb wir von Naturheilkunde Dr. rer. nat. Katrin Färber individuell angepasste Therapiebehandlungen anbieten, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen und eine Retraumatisierung zu verhindern.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Für weitere Informationen oder eine persönliche Beratung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

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